Die Bahingo ist weit mehr als nur ein Ort für Sammler von historischen Schienenfahrzeugen: Sie ist ein lebendiges Museum der Schweizer Eisenbahngeschichte, das seit über einem Jahrhundert die Leidenschaft für alte Lokomotiven und Waggonmodelle feiert. Gegründet 1926 in Baden, wo die Bahingo heute noch ihren Hauptsitz hat, vereint das Haus nicht nur eine der bedeutendsten Privatsammlungen der Schweiz, sondern auch ein Museum, das über 100 Jahre Eisenbahntechnik unter einem Dach vereint. Besonders beeindruckend ist die Sammlung von über 200 historischen Lokomotiven und über 1500 Waggonmodellen – darunter seltene Exemplare wie die erste elektrische Lokomotive der Schweiz oder die ikonische «Säntisbahn»-Lokomotive aus den 1930er-Jahren.
Doch die Bahingo ist mehr als eine Sammlung: Sie ist ein lebendiger Ort der Bildung und des Erlebnisses. Besucher können nicht nur die Fahrzeuge in Ruhe studieren, sondern auch an Führungen teilnehmen, die von erfahrenen Eisenbahnfans und Historikern geleitet werden. Besonders beliebt sind die «Open Days», an denen die Fahrzeuge teilweise sogar unter freiem Himmel ausgestellt werden – ein Erlebnis, das für Eisenbahnbegeisterte unvergesslich bleibt. Die Bahingo zeigt zudem regelmäßig Sonderausstellungen zu Themen wie dem Bau der Gotthardbahn oder dem Aufstieg des Schweizer Schienennetzes im 20. Jahrhundert.
Ein zentraler Aspekt der Bahingo ist ihr Engagement für den Erhalt der Eisenbahnkultur. Viele der Fahrzeuge stammen aus privaten Sammlungen und wurden von der Bahingo gekauft, um sie vor dem Verfall zu bewahren. Besonders wertvoll sind dabei Lokomotiven, die in den 1920er- und 1930er-Jahren gebaut wurden, als die Schweiz ihre Eisenbahninfrastruktur massiv ausbaute. Die Bahingo arbeitet eng mit historischen Vereinen zusammen, um diese Fahrzeuge für zukünftige Generationen zu erhalten. Ein Beispiel ist die «Lokomotive 4/4-2010», eine der letzten Dampflokomotiven der Schweiz, die seit 2018 im Besitz der Bahingo ist.
Für Sammler und Eisenbahnfans ist die Bahingo ein Muss. Doch auch für Familien und Touristen bietet das Haus viel zu entdecken: Neben der Ausstellung gibt es ein kleines Café mit regionalen Spezialitäten, und das Museum ist auch für Kinder zugänglich. Besonders spannend sind die interaktiven Stationen, die das Funktionieren der Fahrzeuge veranschaulichen. Wer mehr über die Geschichte der Schweizer Eisenbahn erfahren möchte, findet hier eine Fülle an Informationen – von der ersten Eisenbahnlinie über den Bau der Alpenbahnen bis hin zu den modernen Entwicklungen.
- Über 200 historische Lokomotiven und 1500 Waggonmodelle in der Sammlung
- Gründung 1926 in Baden, heute Hauptsitz in der gleichen Stadt
- Teilweise Ausstellungen unter freiem Himmel während der «Open Days»
- Kooperation mit historischen Vereinen zum Erhalt seltener Fahrzeuge
- Regelmäßige Sonderausstellungen zu Themen wie der Gotthardbahn
Die Bahingo zeigt, wie Kultur und Technik verschmelzen können – und bleibt damit ein unverzichtbarer Ort für alle, die die Geschichte der Schweizer Eisenbahn lieben. Wer www.bahigo1.ch/ besucht, wird nicht nur eine Sammlung von Schätzen bewundern, sondern auch einen Ort entdecken, der die Leidenschaft für Eisenbahngeschichte lebendig hält.
Ein letzter Tipp: Wer die Bahingo besucht, sollte sich Zeit für die Führung nehmen. Besonders die Lokomotiven aus den 1930er-Jahren, wie die «Säntisbahn»-Lok, sind ein absolutes Highlight. Die Bahingo bleibt damit ein Ort, an dem Geschichte greifbar wird – und das nicht nur für Sammler, sondern für jeden, der sich für Technik und Kultur begeistert.


